Ein neuer Bach neben dem Wehr.
Die Wehranlage an der Pfeiffersmühle in Diez bleibt bestehen – die Aar bekommt trotzdem ihre Durchgängigkeit zurück: über ein 75 m langes, naturnahes Umgehungsgerinne mit Einlaufbauwerk aus Spundbohlen und Gabionen. Die alte, nicht funktionsfähige Fischtreppe wurde abgerissen.

Bauphase, Fertigstellung, erster Winter.
Ein Umgehungsgerinne wird erst mit der Zeit zum Bach. Die Panoramen zeigen, wie sich das Gerinne in die Aue einfügt.



Warum ein Umgehungsgerinne – und keine Fischtreppe?
Die bestehende Fischtreppe funktionierte nicht: zu steil, zu wenig Wasser, für viele Arten unpassierbar. Gleichzeitig musste das Streichwehr für die Mühle und die Hochwasserentlastung erhalten bleiben.
Die Lösung: ein naturnaher Bach parallel zum Wehr. 75 m Lauflänge verteilen den Höhenunterschied von 1,98 m auf ein Gefälle von 1:40 – flach genug für Fische, mit 0,40–0,60 m Fließtiefe bei 0,75 m Sohlbreite. Im Auslaufbereich wird auf 1:30 gesteilt, damit das Gerinne sauber in die Aar einbindet.
Das Einlaufbauwerk aus Spundbohlen sichert den Abzweig gegen Hochwasser; die Gabionenverkleidung integriert es ins Ufer. Störsteinriegel in der Aar erzeugen die Leitströmung, an der Fische den Einlauf finden.
Alles auf einem Blatt: Wehr, Mühlgraben, Gerinne, Hochwasser.
Der Lageplan zeigt das Zusammenspiel der Bauwerke an der Pfeiffersmühle: Streichwehr und Mühlgrabeneinlauf bleiben erhalten, die Fischtreppe wird abgerissen, das neue Umgehungsgerinne zweigt über das Einlaufbauwerk ab und mündet unterhalb wieder in die Aar.
Dazu: HW-Schutzwall und HW-Flutmulde für den Hochwasserfall, eine Behelfsüberfahrt und die Zuwegung über die L 318 für die Bauphase.
- Mühlgrabeneinlauf · Streichwehr · HW-Entlastung
- Fischtreppe (Abriss) · HW-Schutzwall
- Umgehungsgerinne · Einlaufbauwerk
- HW-Flutmulde · Behelfsüberfahrt · Zuwegung L 318

Wehr erhalten, Durchgängigkeit herstellen?
Wir prüfen, ob Gerinne, Gleite oder Fischpass zu Ihrer Anlage passt – mit Zahlen.
